Wacker Neuson SE: Wacker Neuson verzeichnet positiven Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2012


Wacker Neuson SE / Schlagwort(e): Zwischenbericht/Halbjahresergebnis

09.08.2012 / 07:44


Wacker Neuson verzeichnet positiven Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2012

Höchster Quartalsumsatz, starkes Wachstum in der Region Amerikas, Bestätigung der Umsatzprognose

(München, 09. August 2012) Der Münchener Baugeräte- und Kompaktmaschinen-hersteller Wacker Neuson verzeichnete ein gutes erstes Halbjahr 2012. Für das Gesamtjahr geht der Konzern weiterhin von einem zweistelligen Umsatzwachstum aus, auch wenn sich für das zweite Halbjahr eine Abschwächung der Nachfrage in Europa andeutet.

Umsatz in Amerikas steigt im zweiten Quartal 2012 überproportional
Nachdem Wacker Neuson insbesondere in seinen Kernmärkten (Europa und Nordamerika) bereits ein starkes erstes Quartal 2012 verzeichnen konnte (Q1 2012: +29 Prozent gegenüber Vorjahr auf 274,0 Mio. Euro), wuchs auch im zweiten Quartal der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent auf 284,2 Mio. Euro (Q2 2011: 266,9 Mio. Euro). 'Während wir in der europäischen Bau- und Landwirtschaft im zweiten Quartal eine Eintrübung beobachteten und sich das entsprechend in einem verlangsamten Umsatzwachstum niederschlägt, lag der Absatz von Baugeräten und Kompaktmaschinen in der Region Amerikas mit einem Umsatzplus von 23 Prozent zum Vorjahresquartal deutlich über unseren Erwartungen. Diese Entwicklung ist ein Beleg dafür, dass wir konjunkturelle Schwankungen über eine breitere Internationalisierung besser ausgleichen können', erläutert Cem Peksaglam, Vorstandsvorsitzender der Wacker Neuson SE. Im zweiten Quartal wirkte sich vor allem ein Sondereffekt auf die Geschäftsentwicklung des Segments Europa aus: Im Mai 2012 wurde die Produktion für Kompaktmaschinen bis 14 Tonnen am neuen Entwicklungs- und Fertigungsstandort im oberösterreichischen Hörsching aufgenommen. Durch den Umzug und wesentliche Änderungen in der Fertigung kam es zu Verzögerungen in der Auslieferung der Kompaktmaschinen sowie zu erhöhten Prozess- und Logistikkosten, die die Umsatz- und Ergebniszahlen im zweiten Quartal dämpften. Seit Juli normalisieren sich die Abläufe wieder, so dass der dadurch erhöhte Auftragsbestand zügig abgearbeitet werden kann.

Deutliches Umsatzplus im ersten Halbjahr 2012
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2012 steigerte der Konzern seinen Umsatz um 17 Prozent auf 558,1 Mio. Euro (H1 2011: 478,7 Mio. Euro). Bei den Baugeräten wie Stampfern, Platten, Walzen, Beleuchtungsanlagen und Generatoren wuchs der Umsatz im Halbjahr um 14 Prozent zum Vorjahr. Mit einem Plus von 23 Prozent zum Vorjahr stieg der Umsatz mit Baggern, Radladern, Dumpern und Kompaktladern an; hierin enthalten sind die Landwirtschafts-Maschinen, die um 28 Prozent zulegten und bereits 17 Prozent am Gesamtumsatz des Konzerns ausmachen. Der Dienstleistungsumsatz, der unter anderem die Ersatzteilversorgung sowie Wartung, Reparaturen und das Gebrauchtmaschinengeschäft umfasst, legte um 8 Prozent zu.

Die rückläufige Nachfrage in Europa sowie die Folgen der Produktionsverlagerung nach Hörsching in das neue Werk schlugen sich in den Ergebniszahlen nieder: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im ersten Halbjahr 2012 gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Prozent auf 76,1 Mio. Euro (H1 2011: 71,6 Mio. Euro). Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 13,6 Prozent (H1 2011: 15,0 Prozent). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 49,2 Mio. Euro (H1 2011: 48,6 Mio. Euro), was einer EBIT-Marge von 8,8 Prozent (H1 2011: 10,2 Prozent) entspricht. Das Periodenergebnis nach Steuern und Minderheitsanteilen belief sich im ersten Halbjahr auf 30,9 Mio. Euro (H1 2011: 31,5 Mio. Euro). Damit erzielte Wacker Neuson mit 0,44 Euro pro Aktie im Halbjahr in etwa das gleiche Ergebnis wie im Vorjahr (H1 2011 0,45 Euro).

Veränderung im Vorstand
Die Wacker Neuson SE beabsichtigt die Zusammenführung der beiden Produktbereiche Baugeräte (Light Equipment) und Kompaktmaschinen (Compact Equipment) unter einheitlicher Leitung, um die Synergien insbesondere im Zuge einer zunehmenden Internationalisierung stärker zu nutzen und damit den Markterfolg weiter auszubauen. Vor dem Hintergrund der damit einhergehenden neuen Zuordnung von Führungsaufgaben im Vorstand wird Herr Richard Mayer, bislang zuständig für das Ressort Baugeräte (Light Equipment), sein Amt als Mitglied des Vorstandes der Wacker Neuson SE zum 30. September 2012 niederlegen. Die damit verbundene Entscheidung über das vorzeitige Ausscheiden aus dem Unternehmen haben Herr Mayer und der Aufsichtsrat im besten gegenseitigen Einvernehmen getroffen.

Das Vorstandsressort Baugeräte (Light Equipment) wird Herr Martin Lehner übernehmen, bislang schon zuständig für das Ressort Kompaktmaschinen (Compact Equipment), zudem Stellvertreter des Vorstandsvorsitzenden Cem Peksaglam und seit 1987 im Unternehmen.

Die Segmentberichterstattung der Wacker Neuson SE bleibt unberührt von der Zusammenführung der Produktbereiche in ein Vorstandsressort. Die Umsatzerlöse werden weiterhin nach den Geschäftsbereichen Light Equipment, Compact Equipment und Dienstleistungen abgebildet.

Ausblick und Prognose für Gesamtjahr 2012
Durch die Ausweitung des Produkt- und Dienstleistungsangebots von Wacker Neuson auf weitere Branchen und Industriesparten sowie durch eine stärkere Internationalisierung der Absatzmärkte soll eine mögliche Abschwächung in der Nachfrage einzelner Länder bzw. Regionen zunehmend abgefedert werden. 'Dass sich Wacker Neuson hier auf dem richtigen Weg befindet, zeigen mir die Erfolge des aktiven ,Cross Sellings' unserer Bereiche, das immer stärker greift. Wir halten an unserem Ziel, in diesem Jahr die Umsatzmilliarde zu übertreffen, weiter fest', so Peksaglam.

Für 2012 bestätigt der Konzern die bisherige Umsatzprognose von rund 1,1 Mrd. Euro. Wegen der Unsicherheiten über die Entwicklung der europäischen Märkte und die durch die Produktionsverlagerung bedingten negativen Ergebnisauswirkungen wird nun eine EBITDA-Marge von 13 bis 15 Prozent erwartet, während man zu Jahresbeginn noch von mindestens 15 Prozent ausging. Im Geschäftsjahr 2011 erzielte Wacker Neuson einen Umsatz von 991,6 Mio. Euro bei einer EBITDA-Marge von 16,4 Prozent.

Tabelle: Umsatz- und Ertragslage

Kennzahlen
in Mio. EUR
Q2/12 Q2/11 Veränderung H1/12 H1/11 Veränderung
Umsatz 284,2 266,9 +6,5 % 558,1 478,7 +16,6 %
Bruttomarge in % 29,5 32,6 -3,1 PP 30,3 32,6 -2,3 PP
EBITDA 37,3 45,7 -18,4 % 76,1 71,6 +6,3 %
EBITDA-Marge in % 13,1 17,1 -4,0 PP 13,6 15,0 -1,4 PP
EBIT 22,8 33,7 -32,3 % 49,2 48,6 +1,2 %
EBIT-Marge in % 8,0 12,6 -4,6 PP 8,8 10,2 -1,4 PP
EBT 20,8 32,8 -36,6 % 45,6 46,7 -2,4 %
Periodenergebnis 13,8 22,5 -38,7 % 30,9 31,5 -1,9 %
Ergebnis je Aktie 0,20 0,32 -37,5 % 0,44 0,45 -2,2 %

 

Ihr Ansprechpartner:

Wacker Neuson SE
Katrin Yvonne Neuffer
Leiterin Unternehmenskommunikation/
Investor Relations
Preußenstr. 41
80809 München
Tel: +49-(0)89-35402-173
katrin.neuffer@wackerneuson.com
www.wackerneuson.com

Über Wacker Neuson
Der Wacker Neuson Konzern ist einer der führenden Hersteller von Baugeräten und Kompaktmaschinen - mit mehr als 40 Tochterunternehmen und über 140 Vertriebs- und Servicestationen weltweit. Die Geschichte des Wacker Neuson Konzerns reicht bis in das Jahr 1848 zurück. Die Produkte des Unternehmens tragen den Markennamen Wacker Neuson. Zudem werden Kompaktmaschinen in Europa unter der Marke Kramer Allrad und unter der Marke Weidemann (Landwirtschaft) vertrieben. Mit seinem Leistungsangebot orientiert sich das Unternehmen an den 'Profi-Anwendern' unter anderem aus dem Bauhauptgewerbe, dem Garten- und Landschaftsbau, der Landwirtschaft, den Kommunen sowie Unternehmen aus der Industrie, wie beispielsweise der Recycling- und Energiebranche. Diesen bietet das Unternehmen mehr als 300 Produktgruppen sowie eine weltweite Ersatzteilversorgung.



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