Wacker Neuson SE: Wacker Neuson für 2013 zuversichtlich


Wacker Neuson SE / Schlagwort(e): Jahresergebnis/Prognose

20.03.2013 / 11:10


Wacker Neuson für 2013 zuversichtlich

(München, 20. März 2013) Trotz nachlassender Konjunktur in Europa konnte der Münchener Baugeräte- und Kompaktmaschinenhersteller Wacker Neuson seinen Konzernumsatz im Jahr 2012 kräftig steigern. Mit einem Umsatzplus von 10 Prozent zum Vorjahr wurden die gesteckten Ziele erreicht. 2013 will Wacker Neuson den eingeschlagenen Expansionskurs fortsetzen.


Erstmals über 1 Mrd. Euro Umsatz
Im Rahmen seiner Wachstumsstrategie hatte sich der Konzern im vergangenen Jahr auf eine höhere Marktdurchdringung mit Kompaktmaschinen und Baugeräten in seinen Kernmärkten Europa und USA konzentriert und zudem neue Märkte aktiv bearbeitet. Der Konzernumsatz stieg um 10,1 Prozent auf 1.091,7 Mio. Euro (2011: 991,6 Mio. Euro). 'Unsere gute Wettbewerbsposition und unsere engagierten Mitarbeiter haben wesentlich dazu beigetragen, in einem schwierigen Umfeld im Umsatz zweistellig zulegen zu können', erläutert Cem Peksaglam, Vorstandsvorsitzender der Wacker Neuson SE. Das Wachstum erstreckte sich über alle Geschäftsbereiche. Geografisch betrachtet fällt der Umsatzzuwachs in der Region Amerikas mit einem Plus von 20 Prozent zum Vorjahr am höchsten aus, aber auch in dem für den Konzern größten Markt Europa stieg der Umsatz um 7 Prozent. Der Baugeräte-Umsatz legte um 8 Prozent zum Vorjahr zu, der mit Kompaktmaschinen um 12 Prozent und die Dienstleistungen, wozu Reparatur- und Ersatzteile zählen, nahmen um 11 Prozent zu. Die Entwicklung zeigte im Jahresverlauf jedoch eine nachlassende Wachstumsdynamik: Während das Umsatzwachstum im ersten Quartal 2012 noch deutlich über den Erwartungen lag (+29,3 Prozent zu 2011), machte sich der Abschwung in Europa in der zweiten Jahreshälfte 2012 deutlich bemerkbar. Im vierten Quartal 2012 stieg der Umsatz im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 5,7 Prozent auf 279,1 Mio. Euro.

Entwicklung der Profitabilität
Der Konzern erzielte im Jahr 2012 ein Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 141,7 Mio. Euro, die EBITDA-Marge belief sich auf 13,0 Prozent (2011: 16,4 Prozent). 'In den beiden Nachkrisenjahren 2010 und 2011 hatten wir den Umsatz um insgesamt 66 Prozent gesteigert. Im Jahr 2012 haben wir unsere Kostenstruktur an das wesentlich höhere Umsatzniveau anpassen müssen und dementsprechend auch die Personalkapazität erhöht. Die Eintrübung der Baukonjunktur Europas zwang uns zu zusätzlichen, aber erfolgreichen Vertriebsanstrengungen in teilweise wettbewerbsintensiven und neuen Märkten', so Peksaglam weiter.


'Das Ergebnis liegt dennoch in unserem Zielkorridor, wenn auch am unteren Ende.' Wie das Unternehmen im Jahresverlauf berichtete, hatte sich die Übersiedlung in das neue Produktions- und Entwicklungszentrum für Bagger, Dumper und Kompaktlader im österreichischen Hörsching vorübergehend auf die Profitabilität ausgewirkt, dieses Werk ist aber eine wichtige Voraussetzung für das künftige Wachstum des Konzerns.

Das Ergebnis vor Steuern (EBIT) lag im Konzern bei 84,9 Mio. Euro, was einer EBIT-Marge von 7,8 Prozent (2011: 123,8 Mio. Euro; 12,5 Prozent; bereinigt um Sondereffekte 11,4 Prozent) entsprach. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein buchhalterischer Effekt zu berücksichtigen, der das EBIT im Jahr 2011 durch eine Zuschreibung von 10,8 Mio. Euro erhöht hatte, also um einen ganzen Prozentpunkt. Einen ähnlichen Effekt hatte es 2012 nicht gegeben.

Der Jahresüberschuss belief sich auf 54,1 Mio. Euro (2011: 85,8 Mio. Euro), was zu einem Ergebnis pro Aktie von 0,77 Euro führte (Vorjahr: 1,22 Euro).

Gewinnverwendungsvorschlag
Um die Aktionäre am Erfolg des vergangenen Jahres teilhaben zu lassen, werden Vorstand und Aufsichtsrat der kommenden Hauptversammlung am 28. Mai 2013 eine Dividende von 0,30 Euro pro Aktie vorschlagen (2011: 0,50 Euro). Die Ausschüttungsquote von rund 39 Prozent bewegt sich im Rahmen der unternehmensseitig kommunizierten Dividendenpolitik (2011: 41 Prozent).

Solide Finanzkraft
Die Finanz- und Vermögenslage des Konzerns ist weiterhin stark. 'In den vergangenen sechs Jahren haben wir rund 475 Mio. Euro in das Unternehmen investiert, ein stolzer Wert für ein Unternehmen unserer Größe, der eindrucksvoll zeigt, dass wir uns auf Wachstum ausrichten', so Peksaglam. Für eine schnellere Verfügbarkeit und Lieferfähigkeit investierte Wacker Neuson auch in das Working Capital. 'Die gesetzlich verschärften Abgasnormen erfordern die Einführung moderner Tier IV-Motoren, was wiederum zu höheren Anforderungen an unsere Logistik führt', erläuterte Cem Peksaglam. 'Unsere gesunde Finanzlage erlaubt es uns, adäquate Maßnahmen frühzeitig und gezielt einzuleiten, um daraus resultierende Herausforderungen zu bewältigen.'

Der operative Cashflow war 2012 mit 13,6 Mio. Euro erneut positiv (2011: 43,6 Mio. Euro). Die gute Bonität ermöglichte die erfolgreiche Platzierung eines Schuldscheindarlehens im Februar 2012 in Höhe von 120 Mio. Euro zu attraktiven Konditionen. Es bietet langfristige finanzielle Möglichkeiten und Sicherheit, die geplante Expansion konsequent umzusetzen. Die Eigenkapitalquote (vor Minderheitsanteilen) lag bei rund 68 Prozent, der Verschuldungsgrad (Gearing) bei 23 Prozent.

Weitere Internationalisierung
Die Wirtschaftskraft vieler Schwellenländer entwickelt sich rasant, mit den steigenden Arbeitslöhnen wird zunehmend auf produktivere Baumaschinen umgestiegen. Der Ausbau und die Verbesserung der dortigen Infrastruktur bieten ebenfalls große Chancen für Wacker Neuson. 'Derzeit weiten wir unser Engagement in den Emerging Markets mit zum Teil speziell für diese Märkte entwickelten Produkten aus. Unser langfristiges Ziel ist es, den Umsatzanteil außerhalb Europas auf rund 50 Prozent (2012: 29 Prozent) zu erhöhen', so Peksaglam.

Die deutschsprachigen Märkte entwickeln sich nach wie vor gut für Wacker Neuson und auch in den USA haben der Wohnungsbau sowie der Vermietmarkt angezogen. 'Dank unseres breiten Marktzugangs sind wir mit unseren Cross Selling-Maßnahmen erfolgreich - zum einen innerhalb unserer Produktbereiche, zum anderen in neuen Absatzmärkten wie dem Energie-, Industrie- und Landwirtschaftssektor', erläutert Peksaglam. So wird der Vertrieb in die Landwirtschaft künftig auch durch die Tochter Kramer verstärkt, die mit der neuen 'grünen Linie' Radlader und Teleskoplader in die weiterhin wachsende Landwirtschaftsbranche vertreiben wird.

1,2 Mrd. Euro Umsatz im Jahr 2013 erwartet
Aufgrund der wirkungsvollen Strategien ist Wacker Neuson für das laufende Jahr weiter optimistisch. 'Die Geschäftsentwicklung sollte insbesondere im zweiten Halbjahr anziehen, so dass wir aus heutiger Sicht davon ausgehen, einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro zu erreichen', bekräftigt Peksaglam. Dabei soll die EBITDA-Marge über 13 Prozent liegen. Für das Geschäftsjahr 2013 plant das Unternehmen Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 80 Mio. Euro (2012: 104 Mio. Euro).
Finanzkennzahlen

in Mio. EuroQ4 2012Q4 2011Q4 2011
bereinigt1
GJ 2012GJ 2011Veränderung
Umsatz 279,1 264,0264,0 1.091,7 991,6 +10,1 %
EBITDA 31,4 41,341,3 141,7 162,6 -12,9 %
EBITDA-Marge in % 11,2 15,715,7 13,0 16,4 -3,4PP
EBIT 15,6 37,526,7 84,9 123,82 -31,4 %
Konzernergebnis 9,7 26,916,1 54,1 85,82 -36,9 %
Ergebnis je Aktie in Euro 0,14 0,380,23 0,77 1,222 -36,9 %

 

1 Bereinigt um Zuschreibung auf immaterielle Vermögenswerte (Marke) im Jahr 2011 i. H. v. 10,8 Mio. Euro.
2 Enthält Zuschreibung auf immaterielle Vermögenswerte (Marke) im Jahr 2011 i. H. v. 10,8 Mio. Euro.

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hr Ansprechpartner:

Wacker Neuson SE
Katrin Yvonne Neuffer
Leiterin Unternehmenskommunikation/
Investor Relations
Preußenstr. 41
80809 München
Tel.: +49-(0)89-35402-173
katrin.neuffer@wackerneuson.com
www.wackerneuson.com

Über Wacker Neuson
Der Wacker Neuson Konzern ist einer der führenden Hersteller von Baugeräten und Kompaktmaschinen - mit mehr als 40 Tochterunternehmen, über 140 Vertriebs- und Servicestationen und über 12.000 Vertriebs- und Servicepartnern weltweit. Die Geschichte des Wacker Neuson Konzerns reicht bis in das Jahr 1848 zurück. Mit seinem Leistungsangebot orientiert sich das Unternehmen an den 'Profi-Anwendern' unter anderem aus dem Bauhauptgewerbe, dem Garten- und Landschaftsbau, der Landwirtschaft, den Kommunen sowie Unternehmen aus der Industrie, wie beispielsweise der Recycling- und Energiebranche. Diesen bietet das Unternehmen auch eine weltweite Ersatzteilversorgung. Der Konzern erzielte im Jahr 2012 einen Umsatz von 1,1 Mrd. Euro und beschäftigt über 4.000 Mitarbeiter weltweit.



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